Käsekuchen!
Überall lese ich in letzter Zeit etwas von Käsekuchen. Gefühlt jeder in meiner Twitter Timeline isst Käsekuchen – nur ich nicht!

Um dem Abhilfe zu schaffen, habe ich am Wochenende kurzerhand einen No-Bake Cheesecake mit Heidelbeeren gemacht – glutenfrei und laktosefrei!

Blueberry Cheesecake glutenfrei und laktosefrei

Meine Wortwahl fällt absichtlich auf „gemacht“, denn das Coole – im wahrsten Sinne des Wortes! – an diesem Rezept ist, dass der Kuchen nicht gebacken werden muss.

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den miesen Tag, von dem ich erzählt habe:
Ich wollte Cupcakes backen, habe aber nicht alle Zutaten bekommen. Das kommt vor, der Fail ist aber ganz besonders episch, wenn man vorher schon alle anderen Zutaten für geschätzte zehn Tonnen Frosting gekauft hat.

Tja… Das ist die Geschichte, wie es dazu kam, dass in meinem Kühlschrank einige Packungen Frischkäse herumlungerten und auf ihren Einsatz warteten.
Noch dazu lagen im Tiefkühlfach noch Heidelbeeren, die für sommerliche Eiswürfel Verwendung gefunden hatten. Da das mit dem Sommer ja nun auch endgültig durch ist für dieses Jahr, frönten die Heidelbeeren ihrem Dasein im Froster – isst bei uns nämlich niemand so gerne (jedenfalls nicht die TK-Beeren).

Die Lösung für meine Backzutaten-Probleme und Käsekuchen-Gelüste lag also auf der Hand!
Ein Blueberry Cheesecake musste her!

Cheesecake glutenfrei und ohne Backen? Das geht?

Ja, das geht! Und zwar ganz hervorragend!
Am Wochenende hatte ich nicht allzu viel Zeit, wollte aber trotzdem nicht auf den Käsekuchen verzichten.
Was bietet sich da besser an als ein Kuchen, den man zusammenrührt und am Samstag Nachmittag in den Kühlschrank stellt?
Blueberry Cheesecake glutenfrei und laktosefrei

Ich weiß nicht wie es euch so geht, aber ich gebe offen zu, dass ich ein Gelatine-Trauma habe. Nicht etwa, weil bei der Herstellung Knochen verwendet werden (ich weiß, ich weiß – aber ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür, dass ethische Diskussionen an dieser Stelle nicht richtig platziert sind), sondern weil es mir einfach oft nicht gelingt.

Normalerweise geht man strikt nach Anleitung vor und dann kann nichts schiefgehen!
Denkste.
Ich habe es bei Gelatine trotzdem schon geschafft ganze Kuchen zu versaubeuteln und seitdem habe ich mich nicht mehr an solche Rezepte herangetraut.
Aber zum Glück habe ich vor Kurzem den Tipp bekommen, dass es auch
Sofort-Gelatine gibt, die man weder quellen noch einweichen lassen muss. Man gibt einfach das Pulver in die Masse, die Gelieren soll und schon kann sich die Magie entfalten.

Tatsächlich hat das sehr gut geklappt. Die Packung enthält Pulver, das ca. 6 Gelatineblättern entspricht. Für die Käsecreme benötigt man 5 Blätter, für das Heidelbeerpüree 1 Blatt. Ich habe den Inhalt einfach abgewogen – 30 Gramm – und entsprechend 5 Gramm abgenommen, um das richtige Verhältnis zu haben für die beiden Massen.

Aber genug gequatscht! Bestimmt habt ihr jetzt auch Lust auf Käsekuchen!

Zutaten
Für den Boden:
150 Gramm (glutenfreie) Kekse
100 Gramm Butter

Für die Käsecreme:
400 Gramm (laktosefreier) Frischkäse
150 Gramm (laktosefreier) Joghurt, 3,5%
150 Gramm Zucker
100 Gramm (laktosefreie) Schlagsahne
1 Päckchen Sofort-Gelatine
1 Päckchen Vanillezucker

Für das Topping:
300 Gramm Heidelbeeren
2 EL Zucker
+ 1/6 der Sofort-Gelatine

Zubereitung

1. Die Heidelbeeren in einem hohen Gefäß beiseite stellen. Bei Tiefkühl-Heidelbeeren bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

2. Springform (20 cm Durchmesser) einfetten, die Kekse im Mixer zu feinen Bröseln verarbeiten und die Butter bei geringer Hitze in einem Topf schmelzen.

3. Die gemahlenen Kekse mit der geschmolzenen Butter vermengen, die Masse in die Springform geben und zu einem Boden andrücken. Die Form für die restliche Vorbereitungszeit in den Kühlschrank stellen.

4. Frischkäse, Joghurt, Zucker und Vanillezucker mit einem Handrührgerät zu einer homogenen Masse verrühren. 5/6 der Sofort-Gelatine währenddessen langsam einrieseln lassen.

5. Die Sahne in einem separaten Gefäß steif schlagen und unter die Käsecreme heben. Die Masse auf dem Keksboden verteilen und wieder in den Kühlschrank stellen.

6. 2 Esslöffel Zucker zu den Heidelbeeren geben und mit einem Pürierstab fein pürieren. Wer die kleinen Schalestückchen nicht mag, kann die Masse noch einmal durch einen feinen Sieb passieren. 1/6 der Sofort-Gelatine einrieseln lassen und nochmals gut durchpürieren.

7. Das Heidelbeer-Püree auf den Käsekuchen geben, das Ganze mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 4 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.

 Tipp:  Da Springformen nie zu 100% dicht sind, unbedingt Backpapier unterlegen!

Vor dem Öffnen der Springform vorsichtig mit einem Messer den Rand des Käsekuchens entlangfahren.

 Tipp:  Den Cheesecake am besten schon einen Tag vorher zubereiten und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen!

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Written by Laura

liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht.

Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.