Meine lieben Gourmets,

heute habe ich ein Rezept für euch, das gestern Abend den Praxistest mit Bravour gemeistert hat :)

Speck-Zwiebel-Brot

Es klingt deutlich schwieriger, als es ist, versprochen!
Die meisten Leute bekommen schon die Krise, wenn sie „Brot backen“ nur hören, aber mit diesem Rezept ist das alles gar kein Problem.
Was brauchen wir zuerst?
Richtig!
Den Teig.

Das Rezept basiert auf einem Hefeteig.
Was ich ganz besonders daran liebe ist, dass man so wenig dazu braucht, dass alles auf einen kleinen PostIt passt :) Der Clou an der Sache ist, dass dieses Rezept auch keine Eier enthält. Yay!

Zutaten
250 Gramm Mehl
1/8 Liter lauwarmes Wasser
20 Gramm frische Hefe
1 TL Zucker
4 EL Öl

Beim Mehl weiche ich mit meiner Weizenallergie auf Dinkelmehl Typ 603 (nicht glutenfrei!) aus.
Bei der Menge der Hefe muss man etwas acht geben, da sich Dinkelmehl anders verhält, als Weizenmehl.
Das Rezept sieht frische Hefe vor, ich verwende allerdings auch oft Trockenhefe.
Da nehme ich auf 250 Gramm Dinkelmehl ein Päckchen Trockenhefe. Damit gelingt mir der Teig immer und er geht schön auf.
Beim Öl kann man klassischerweise Olivenöl verwenden, ich nutze in letzter Zeit aber auch sehr gern Rapsöl.
Das könnt ihr halten, wie ihr möchtet.

Zubereitung

1. Mehl, Trockenhefe und Zucker in eine Rührschüssel, alles im trockenen Zustand vermischen – dann das Öl und lauwarme Wasser dazugießen und ohne zu Verrühren erst einmal abdecken und an einen warmen Ort stellen.

2. Nach ca. 20 Minuten verrühre ich das Ganze mit einem Holzlöffel und sobald eine teigähnliche Konsistenz erreicht ist, knete ich einen Teigklumpen zusammen ;)
Manchmal ist er zu klebrig, dann gebe ich nach Gefühl etwas Mehl hinzu, bis er nicht mehr pappt.

3. Danach kommt die Schüssel mit Teig wieder abgedeckt an ihren warmen Ort und nach weiteren 20-30 Minuten ist der Hefeteig schön aufgegangen.

Während der Teig das zweite Mal geht, könnt ihr euch bereits der Speckeinlage zuwenden.

Zutaten für das Innenleben
Speckwürfel
Zwiebeln
laktosefreien Frischkäse

Ich habe bewusst keine Mengenangaben gemacht, da ihr das Brot individuell gestalten könnt :)
Der Eine mag mehr Speck, der Andere mehr Zwiebeln, der Nächste will ganz viel „Einlage“ im Brot, jemand Anderes vielleicht nur wenig.
Wie viel ihr einbacken wollt, bleibt völlig euch und eurem Geschmack überlassen :)

4. Die Speckwürfel in der Pfanne anbraten und die Zwiebeln kleingeschnitten hinzugeben.
Das Ganze ein bisschen vor sich hinschmurgeln lassen, ohne dass es verbrennt.
Gewürzt habe ich nur mit ein wenig Pfeffer, da der Speck an sich schon salzig genug ist.
Zum Schluss habe ich noch ein wenig Frischkäse hinzugegeben, weil ich vermeiden wollte, dass das Brot zu trocken wird.

5. Nachdem der Hefeteig das zweite Mal gegangen ist, einfach die Speck-Zwiebel Einlage einkneten.
Das ist zugegebenermaßen ein recht matschiges Geschäft, aber dafür hinterher sehr lecker :)
Auch hier habe ich noch ein wenig Mehl zugegeben, weil der Teig durch die Einlage wieder sehr klebrig geworden war.
6. Ihr könnt den Teig nun nach Belieben portionieren – ich habe zwei kleine Brote daraus geformt.

 Tipp:  Stellt ein Schüsselchen mit Wasser zusätzlich in den Ofen, damit das Brot beim Backen nicht austrocknet.

7. Bei 180 Grad (habe allerdings seit der neuen Wohnung keinen Umluftherd mehr) durfte das Brot ca. 30 Minuten backen.
Nach der halben Stunde sah es dann so aus:

Nach den 30 Minuten war mir das Brot noch nicht knusprig genug, also bekam es 10 Extra Minuten.
Dabei habe ich es immer mal wieder mit Wasser bepinselt, damit es eine schöne Kruste bekommt.
Allerdings haben wir in der neuen Küche noch keinen Pinsel, also musste improvisiert werden.
Ein kurzer Hilferuf auf Twitter brachte die rettende Idee:
Einen Pinsel aus Backpapier „basteln“ ;)

Nach insgesamt 40 Minuten war es also vollbracht:
Frisches Speck-Zwiebel-Brot!

Es war wirklich lecker und war in kürzester Zeit ratzeputze aufgegessen.
Schmeckt übrigens nicht nur mit Butter sehr lecker, sondern auch mit Frischkäse!

Guten Appetit und liebste Grüße

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Written by Laura

liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht.

Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.