BBQ Chicken glutenfrei

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Leckere Chicken Wings, in BBQ Soße eingelegt, die schön knusprig auf dem Teller landen – yummy!
Darauf hatte ich vor Kurzem richtig Bock, aber leider habe ich immer ein Problem mit fertig gekauften BBQ Soßen: Die schmecken mir zu sehr nach Rauch.

Ich höre schon das Raunen durch die Menge gehen.
Was?! Genau das ist doch der Sinn von BBQ Soße!
Stimmt. Aber trotzdem mag ich diesen übertriebenen Rauchgeschmack nicht und ich habe bislang leider noch keine Soße gefunden, die nicht so penetrant gewesen wäre. Noch dazu kommt, dass sie glutenfrei und laktosefrei sein muss, wenn ich sie essen will.

Was macht man in solch einer Situation? Man krempelt die Ärmel hoch und sucht sich ein Rezept zum BBQ Soße selber machen. Das Ergebnis war gigantisch!

Ich habe eine Marinade für die Chicken Wings eingekocht, die würzig-süß ist und mit der Hilfe von Rauchsalz genau das Maß an rauchigem Geschmack getroffen, das ich als angenehm finde. Und es hat vor allen Dingen den Vorteil, dass ich nur so viel Soße gekocht habe, wie ich tatsächlich brauchte. Keine angebrochenen Flaschen mehr, die ewig im Kühlschrank stehen, yay!

Wir sind so begeistert von dem Rezept, dass wir uns fest vorgenommen haben demnächst nochmal eine BBQ Soße einzukochen – allerdings weniger süß und mit Whisky.

Rezept

Zutaten

200 ml Ketchup
4 EL Honig
2 Zwiebeln
2 EL brauner Zucker
2 EL Essig
2 EL glutenfreie Sojasoße
Rauchsalz
Öl zum Braten der Zwiebeln, 
Pfeffer, optional: Chili

BBQ Soße

Eingekochte BBQ Soße
Foto: Laura Meyer

1. Zwiebeln hacken und in ein bisschen Öl anschwitzen, bis sie glasig sind.

2. Zucker hinzugeben und karamellisieren lassen.

3. Ketchup, Essig, Sojasoße und Honig hinzugeben. Die Soße aufkochen lassen.

4. Mit Rauchsalz und Pfeffer würzen, optional mit Chili schärfen.

5. Die Hähnchenflügel in der BBQ Soße einlegen, am besten über Nacht.

6. Auf dem Grill oder in der Pfanne garen.

 Tipp:  Durch den Zucker und den Honig neigt die Soße zum Anbrennen. Wenn ihr die Hähnchen auf dem Grill macht, solltet ihr sie unbedingt genau im Blick behalten, damit ihr sie nachher nicht mit der Holzkohle verwechselt. Wenn ihr die Hähnchen in der Pfanne zubereitet, sollte die Herdplatte nicht auf volle Pulle stehen.

Was ist Rauchsalz überhaupt?

Rauchsalz ist letztlich nichts weiter als aromatisiertes Speisesalz.
Unter anderem kommt es auch unter der Bezeichnung Hickorysalz oder smoked salt daher, was daher rührt, dass das grobkörnige Salz über mehrere Tage hinweg geräuchert wird – vorzugsweise mit Hickoryholz. Aber es gibt durchaus auch Varianten, die mit anderen Holzarten geräuchert werden.Der Geschmack ist, wer hätte es gedacht, salzig und rauchig. Ein bisschen erinnert es an Bacon, den man richtig knusprig auf dem Holzkohlegrill brät.

Seinen Ursprung hat das Rauchsalz in den USA. In vielen Teilen der amerikanischen Küche kommt smoked salt zum Einsatz und ich muss sagen, dass ich mich gewundert habe, dass die Rezepte für BBQ Soßen oftmals ohne auskommen und stattdessen eine Würzsauce vorsehen.
Das bringt mich nämlich direkt zum nächsten Punkt.

Warum gehört Rauchsalz in die BBQ Soße?

Auf der Suche nach einem Basis-Rezept bin ich immer wieder auf eine Zutat gestoßen: Worcestershiresauce.
Die englische Würzsauce ist in so ziemlich allen Rezepten für BBQ-Soßen ein fester Bestandteil – nur leider ums Verrecken nicht glutenfrei zu bekommen. Falls jemand an dieser Stelle einen Tipp hat, darf der-/diejenige gern einen Kommentar hinterlassen :)

Nun habe ich mich ein bisschen durch diverse Foren gewühlt und immer wieder gelesen, dass man die Worcestersauce auch durch Rauchsalz ersetzen kann. Word!

Rauchsalz aus Dänemark

Rauchsalz aus Dänemark
Foto: Allyouneed Fresh

Wo bekomme ich Rauchsalz?

Wo bekomme ich nun Rauchsalz, wenn meine örtlichen Supermärkte keine im Regal stehen haben?
Zum Glück leben wir im Zeitalter des Internets, und in einer Zeit in der man sogar Lebensmittel zum Kochen und Backen online bestellen kann.
Ich habe zum Beispiel bei Allyouneed Fresh etwas gefunden, das mich sofort angesprochen hat – ein Premium Rauchsalz aus Dänemark.

Natürlich gibt es auch noch andere Hersteller, wie z.B. Fuchs, aber ich habe gesehen, dass sich das preislich alles nicht wirklich etwas gibt (Holla, die Waldfee!) und da muss ich am Ende eingestehen, dass ich eben doch auch nur ein Verpackungsopfer bin und mich die Aufmachung des dänischen Rauchsalzes deutlich mehr anspricht als eine kleine, schmucklose Dose. Ja, das ist möglicherweise nicht besonders professionell, aber menschlich.

Rauchsalz selber machen

Wer nun entweder keine Lust hat sein Rauchsalz online zu bestellen oder von den Preisen abgeschreckt ist, kann sich auch überlegen sein eigenes Rauchsalz herzustellen.

Klingt erstmal abenteuerlich und romantisch, aber ihr müsst dazu nicht zwingend euren Grill/Smoker anfeuern und Salz räuchern. Auch wenn man das durchaus selber machen kann und das einen gewissen Spaßfaktor hat – die Nachbarn könnten das nicht so dufte finden.

Wenn man also auf jegliches Gezündel verzichten will oder muss, dann kann man Rauchsalz auch ganz stress- und geruchsfrei in der heimischen Küche herstellen. Alles, was ihr als Basiszutat braucht ist grobkörniges Salz und Liquid Smoke.
Letzteres ist flüssiges Raucharoma, welches ihr nach eurem Geschmack zum Salz hinzugeben könnt. Ordentlich vermischen und schon ist euer Basis-Rauchsalz fertig. Wer noch ein bisschen variieren will, kann zerstoßene Pfefferkörner hinzugeben, Gewürze oder was auch immer ihr eurem Rauchsalz für eine persönliche Note verleihen wollt.

 

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Written by Laura
liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht. Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.