glutenfreie Eat Me Cookies aus Alice im Wunderland

Hat jemand Kekse gesagt?

Ich habe ja nun schon hier und dort ein paar Mal erwähnt, dass sich ab Herbst 2015 ein bisschen was auf meinem Blog ändern wird.
Keine Angst: Im Großen und Ganzen bleibt alles, wie es ist. Es geht immer noch um gluten- und laktosefreies Kochen und Backen und um leckere Produkte, die ich beim Einkaufen finde und mit euch teilen will – also in Form von meinen Artikeln, denn auch wenn das oft vermutet wird: Ich verkaufe keine Lebensmittel über meinen Blog (und auch sonst nicht, ehrlich!).

Aber wie das eben immer so ist… Ab und an hat man das Bedürfnis sich zu verändern – und so geht es mir auch mit meinem Blog.
In Zukunft werde ich des Öfteren bunte und nerdige Back-Rezepte posten. Warum? Einfach, weil ich Lust darauf habe, mich mal ein bisschen auszutoben – und weil ich nunmal ein Nerd bin. Jetzt ist es raus!

glutenfreie Eat Me Cookies aus Alice im Wunderland

Den Anfang machen heute glutenfreie Plätzchen, die den „Eat Me Cookies“ aus Alice im Wunderland nachempfunden sind.

Alice im Wunderland und ich

Womöglich fragt ihr euch, wie ich ausgerechnet auf ein Alice im Wunderland Theme komme.
Nun… Seit ich denken kann, bin ich ein großer Fan von Walt Disney. Ich liebe die Filme, habe eine riesige DVD-Sammlung und als wir letztes Jahr in Dublin waren, musste ich unbedingt in den Disney-Store und ein Selfie mit der lebensgroßen Anna-Figur aus Frozen machen.
You are never too old for Disney!

An den Trickfilm Alice im Wunderland kann ich mich gut erinnern, weil ich ihn als Kind total faszinierend und irgendwie auch gruselig fand. Aber hauptsächlich faszinierend. Dass es dazu einen Roman gibt, habe ich natürlich erst kapiert, als ich älter wurde.
Als ich hart über die Serie „Lost“ generdet und über die Parallelen zu „Through the Looking-Glass“ (das Sequel zu Alice im Wunderland) gelesen habe, hat mich die ganze Thematik wieder eingeholt und tadah! Es überrascht wohl eher weniger, dass Alice im Wunderland auch in meinem eigenen Roman eine Rolle spielt.

Ja ja… aber was ist denn nun mit den Keksen?

Zum nerdigen Launch habe ich mir direkt mal die Gel-Farben von Wilton* im praktischen Set + Weiß gegönnt. Ich hatte mich bei meinen Twitter-Ladies ein bisschen umgehört und alle waren durchweg begeistert von den Wilton-Farben. Gleich vorweg: Ich habe den Kauf nicht bereut!

Das originale Rezept für die glutenfreien Plätzchen habe ich bei Becky Excell gefunden und für meine Eat Me Cookies glutenfrei verwendet.

glutenfreie Eat Me Cookies aus Alice im Wunderland

Zuerst war ich ja ein wenig skeptisch, weil ich mit glutenfreien Plätzchenteigen zum Ausstechen bislang nie so richtig zufrieden war.
Ich habe schon oft Weihnachtsplätzchen gebacken und mich jedes Mal geärgert, weil es so schwierig war die ausgestochenen Plätzchen aufs Backblech zu bekommen. Ohne sie komplett aus der Form zu bringen, versteht sich.
Unter vielem Fluchen habe ich es dann zwar immer geschafft, aber man braucht da schon viel Geduld und Feinmotorik. Man munkelt, ich habe von beidem nicht so viel.

Umso positiver hat mich Beckys Rezept überrascht! Der Plätzchenteig ist superschnell zusammengerührt und wandert für 30 Minuten in den Kühlschrank, wie man das von Ausstechteigen so kennt. Danach lässt er sich wirklich total easy auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Ausstechen.
Wenn man den Teig nicht zu dünn ausrollt (so etwa 0,5 Zentimeter ist super), schafft man es ohne Nervenzusammenbruch die Plätzchen aufs Backblech zu befördern.
Trotzdem sei an dieser Stelle gesagt:
Man muss den Teig ziemlich schnell verarbeiten, wenn er aus dem Kühlschrank kommt und sollte es tunlichst vermeiden ihn zuviel zu kneten. Denn dann wird er wieder zu weich und das Ausstech-Massaker nimmt seinen Lauf.

Selbstverständlich muss man den Teig nicht einfärben, sondern kann ihn auch – wie der Hesse sagen würde – naggisch zu Keksen verarbeiten.
Aber mir gefiel die Idee, die Kekse aus Alice im Wunderland nachzubauen. Dazu habe ich den Teig vor dem Kühlen in vier gleiche Portionen aufgeteilt, eine „naturbelassen“ und die anderen drei eingefärbt: rosa, orange und violett. Der Rest ist business as usual: ausrollen, ausstechen, backen.

Zutaten
200 Gramm (glutenfreies) Mehl
100 Gramm Zucker
100 Gramm Butter
1 Ei
1 TL Vanille-Extrakt
1/4 TL Flohsamenschalen

optional: Lebensmittelfarben und Candy Melts nach Wunsch

Zubereitung

1. Das Mehl und die gemahlenen Flohsamenschalen in eine Schüssel sieben.

2. Zucker, Butter, Vanille-Extrakt und Ei hinzugeben und mit einem Handrührgerät so lange verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.

3.  Optional:  Wer bunte Kekse backen möchte, kann an dieser Stelle den Teig aufteilen und nach Wunsch die einzelnen Portionen einfärben. Ich habe die Gel-Farben von Wilton* verwendet und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die Kekse sind so bunt wie die Eat Me Cookies aus Alice im Wunderland.

4. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

5. Nach 30 Minuten in der Kühlung kann der Teig verarbeitet werden. Die Arbeitsplatte bemehlen und den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig vorsichtig ausrollen – ca. 0,5 cm dick – und die Plätzchen ausstechen.

 Tipp:  Wenn der Teig zu kalt ist, neigt er beim Ausrollen dazu zu brechen. Einmal kurz in die Hand nehmen (aber nur kurz!) und das Problem sollte behoben sein. Aber nicht nochmal kneten, dann wird die Masse zu weich und es wird eine Herausforderung die ausgestochenen Plätzchen Form aufs Blech zu bekommen!

6. Die Plätzchen für ca. 10-12 Minuten in den Backofen schieben, bis sie leicht bräunen.

 Achtung:  Wenn ihr die Plätzchen farbneutral backt, könnt ihr sie im Ofen lassen, bis sie goldbraun sind.

Solltet ihr mit Lebensmittelfarben backen, müsst ihr den Moment genau abpassen und die Eat Me Cookies aus dem Ofen holen bevor sie bräunen. Ansonsten bekommt euer farbiger Keks unschöne Flecken.

7.  Optional:  Nach dem Abkühlen können die Kekse natürlich auch ohne Dekoration verzehrt werden. Wer Freude am Dekorieren hat kann aber auch mit diesem Schritt fortfahren und mit geschmolzenen Candy Melts Muster, Schrift, usw. auf die Kekse aufbringen. Gut trocknen lassen, bevor die Kekse gestapelt werden. Ich habe meine im Kühlschrank aufbewahrt, damit nichts verläuft.

 Achtung:  Candy Melts sind nicht laktosefrei. Alternativ kann man auch mit Royal Icing arbeiten.


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Written by Laura
liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht. Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.