… bin ich auf’m Sonnendeck. Naja, fast. Oder eher: Schön wär’s ;)

Dass ich derzeit kaum blogge liegt nicht daran, dass ich den Spaß daran verloren habe, sondern viel mehr hat das damit zu tun, dass ich mit meiner Ernährungsumstellung noch ziemlich zu kämpfen habe.

Ihr erinnert euch bestimmt an meinen Verdacht mit der Histaminunverträglichkeit. Daran „teste“ ich immer noch herum, bin aber noch nicht wirklich zufrieden mit meinem Ernährungsplan und den Ergebnissen.

Da die Frage sicher gleich aufkommt: Nein, ich war (noch) nicht beim Arzt und habe noch keinen Test machen lassen. Ich habe mich durch gefühlt hunderte von Berichten und Blogs gegooglet und gelesen, aber bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass die derzeitigen Tests keine Ergebnisse liefern, die mir aussagekräftig genug sind. Das kann und soll jeder für sich entscheiden, aber wenn ich lese, bei wie vielen Patienten der Test negativ ausgefallen ist, die aber dennoch histaminarm besser leben – naja.

Immerhin bin ich beim Herumstöbern im Netz auf den Histaminpirat Blog von Eva gestoßen, den ich ganz cool finde. Bei ihr habe ich ein paar quick infos gefunden, die ich echt hilfreich fand. Aber nach wie vor nehme ich auch noch immer mal wieder die Übersicht der histaminhaltigen Lebensmittel vom NMI Portal zur Hand.

Zusammenfassung der letzten Wochen

Tja, wie ist es mir ergangen, in den letzten Wochen?
Die offensichtlichen Histaminbomber sind von meinem Speiseplan geflogen: Tomaten, Soja, Hefe, Nüsse, Erdbeeren, Hülsenfrüchte, Zitrusfrüchte, Kakao, geräuchtertes Fleisch/Wurst, Kaffee, Spinat (und das ist nicht einmal die vollständige Liste!).
Und weil ich mir geschworen habe, beim Bloggen nichts schönzureden, muss ich an dieser Stelle zugeben, dass es mir schwer fällt.

Ich liebe Kaffee.
Nicht nur, weil er mir morgens hilft, meine Augen ohne Zuhilfenahme von Streichhölzern offen zu halten, sondern weil er mir schmeckt. Ein schöner Latte Macchiato zum Frühstück oder ein Espresso nach dem Mittagessen – ein Traum. Klar kann man Tee trinken, was ich jetzt auch morgens mache, aber es ist eben nicht das Gleiche.

Apropros Tee:
Ich habe festgestellt, wie schwierig es ist, in den unendlichen Weiten der Teeregale im Supermarkt eine Sorte zu finden, die keine Zitrusfrüchte enthält.

Das Thema „Tomaten“ trifft mich ähnlich hart wie der Verzicht auf Kaffee. Tomaten sind einfach toll! Ob im Pesto, als Soße, im Salat, mit Mozzarella oder auf einem Sandwich.
Pizza ohne Tomatensoße? Geht alles. Aber das Pizzafeeling geht dabei schon ein bisschen hops. Spaghetti Bolognese sind auch geknickt, von Chili con Carne brauchen wir nicht anfangen. Zonk.

Ganz große Stolpersteine sind Soja und Hefe.
Da ich nach wie vor glutenfrei essen muss, hat sich meine Auswahl an Backwaren drastisch dezimiert. Habt ihr schonmal versucht glutenfreies Brot zu bekommen, das weder Hefe, noch Soja enthält? Wenn man da vor den Regalen steht, kommt man sich vor, als sei das ein schlechter Witz.
Im Glücksfall bekommt man 2, 3 Produkte und dann ist Ende der Fahnenstange. Zumindest was die Auswahl in meinen hiesigen Supermärkten angeht.
Da fällt mir ein, dass ich nochmal recherchieren wollte, wie das mit Sojaprotein und Hefeextrakt so ist.

Wenn es dann zu der Frage kommt, womit man sein Brot belegt (sofern man denn eins findet), fallen Wurstwaren wie Salami und Schinken schon einmal aus. Alles, was in irgendeiner Form geräuchert ist, vertrage ich überhaupt nicht, darunter fallen leider auch Wiener Würstchen. Was allerdings ganz gut klappt sind ein paar ungeräucherte Sorten Wurst, hier beschränke ich mich auf Geflügel. Die Frage, ob Käse yay oder nay ist, lässt sich so pauschal auch nicht beantworten. Lange gereifte Käsesorten (wie Parmesan) vertrage ich nicht, junge Käsesorten hingegen schon (Gouda, Frischkäse).
Ein Kompromiss, mit dem ich gut leben kann, auch wenn meine heißgeliebte Erdbeermarmelade tabu ist.

Last, but not least: Kakao/Schokolade.
Ebenfalls von meinem Speiseplan gestrichen, allerdings habe ich mich hier und da getraut, ein bisschen zu experimentieren. Viele Patienten berichten davon, dass weiße Schokolade und Vollmilch tendenziell besser vertragen wird und mit steigendem Kakaoanteil auch die Toleranzgrenze überschritten wird. Kann ich bei mir bestätigen: Zartbitter ist des Todes, Vollmilch oder weiße Schokolade geht klar. Natürlich nicht in Massen, sondern in kleinen Dosen, aber hey. Schokolade ist Schokolade, bleibt Schokolade und ich bin sehr glücklich darüber, dass wenigstens irgendwas geht, ohne dass gleich Rambazamba im Bauch ist.

Das ist meine grobe Zusammenfassung der letzten Wochen.
Ihr seht: Es gibt mich noch, aber die Baustelle ist ziemlich doof.
Aber weil ich dazu neige, das Positive zu sehen, möchte ich mich offiziell darüber freuen, dass meine Milchallergie deutlich zurückgegangen ist. Mein Körper toleriert Milchprodukte in kleinen Mengen ohne Probleme, was mir wenigstens ein paar Ausweichmöglichkeiten bietet.
Milch, Käse und Joghurt sind inzwischen wieder drin, sogar Frischkäse passt. Größtenteils bleibe ich bei den laktosefreien Produkten, im Zweifelsfall begleite ich mit Laktase.

Natürlich geht es von Woche zu Woche besser, aber ich habe immer noch Tage, an denen es im Bauch einfach rammelt und nicht ganz klar ist, woher es nun kommt. Persönliche Toleranzschwellen auszutesten stinkt.

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Written by Laura

liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht.

Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.