Ihr Lieben,

ich wünsche euch allen ein Frohes Neues Jahr und hoffe, ihr habt den Jahreswechsel ohne Kater gut überstanden.
Ich habe es euch bislang noch nicht erzählt, aber für 2014 stehen einige Änderungen auf dem Plan, die wieder mal meine Ernährung betreffen.
Doch beginnen wir am Anfang:
Ich habe in den letzten Monaten immer mal wieder „sporadisch“ ein paar Probleme mit dem Essen gehabt. Bei mir machen sich die Allergien und Unverträglichkeiten zumeist mit Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall bemerkbar. Es hielt sich zwar alles im Rahmen, aber ich konnte einfach nicht lokalisieren, was die Beschwerden hervorruft. Meine Ernährung war angepasst an den letzten Allergietest, also was sollte das nun?

Nachdem ich das eine Weile beobachtet hatte und nicht weiterkam, bin ich zu meiner Hausärztin, die auch die anderen Unverträglichkeiten/Allergien festgestellt hat und wir haben gemeinsam beschlossen, den Allergietest erneut machen zu lassen, um zu kontrollieren, ob sich nach fast 3 Jahren die Dinge geändert haben.
Weil mich immer viele Fragen erreichen, was denn da genau für Tests gemacht wurden, beantworte ich diese Frage dieses Mal gleich hier:

Der Test

Meine Ärztin lässt den ImuPro 300 Test machen – das ist ein Allergietest, speziell ausgelegt auf Nahrungsmittelallergien. Man bekommt Blut abgenommen und im Labor wird die lgG-Antikörper Produktion anhand der Proben bestimmt. Daraus ergibt sich dann, ob und auf was man allergisch reagiert.

Gleich vorweg möchte ich anmerken, dass es, wie zu allen Dingen im Leben, auch zum ImuPro Test viele Pros und Contras gibt. Die Einen sagen, lgG basierte Tests haben ihnen nicht weitergeholfen, die Anderen kommen gut mit den Ergebnissen zurecht.
Am Ende muss man das mit seinem Arzt besprechen und für sich entscheiden, welche Art von Allergietest durchgeführt werden soll.
Ich bin mit dem letzten Ergebnis des Tests gut gefahren und habe mich daher dazu entschieden, ihn nochmal machen zu lassen. Das soll aber keine „must“-Empfehlung für euch sein, das ist ausschließlich meine subjektive Erfahrung mit diesem Test.

Ich bin nicht sicher, ob die gesetzlichen Kassen diesen Test bezahlen, auch hier solltet ihr euren Arzt unbedingt vorher fragen. Schließlich steht niemand auf überraschende Rechnungen im Briefkasten.
Wer sich in die Thematik ein bisschen einlesen möchte, kann hier nachschauen:

Info zum Test für Nahrungsmittelallergien Typ III (lgG-Antikörper vermittelt)
Info zum ImoPro 300 Test

Das Ergebnis

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wie schon befürchtet, haben sich meine Allergien verändert.
Zuerst die gute Nachricht: Wo ich das letzte Mal noch auf Eier und Schalentiere reagiert habe, werden inzwischen keine Antikörper mehr gebildet. Das habe ich auch bereits verifizieren können ;) Am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es Garnelen mit Kräutern und Knoblauch und ich hatte keinerlei Beschwerden. Mit Ei in „reinem“ Zustand komme ich nicht so ganz zurecht, Mayonnaise oder Rührei liegen mir beispielsweise wie ein Stein im Magen. Allerdings habe ich glutenfreie Kekse probiert, die Ei enthalten und habe auch da keine Schwierigkeiten.

Jetzt die schlechte Nachricht: Mein Immunsystem hat beschlossen, dass es Getreide und Milchprodukte verprügeln möchte. Wo sich die Antikörperbildung im ersten Test „nur“ auf Weizen beschränkte, schlagen mittlerweile auch die anderen Getreidesorten, sowie Gluten an. Vermutlich denkt ihr jetzt gerade „Hä? Glutenallergie? Meint sie Zöliakie?“ – Nein.
Ich habe mich auch erst einmal erkundigt und sowohl Ärztin, als auch Internet bestätigten mir, dass es einen Unterschied zwischen Zöliakie und einer Allergie gegen Gluten gibt. Bei der Allergie werden besagte Antikörper gebildet und das Immunsystem läuft Amok. Bei Zöliakie ist es so, dass sich die Darmzotten durch das aufgenommene Gluten entzünden und die Innenseite des Darms immer flacher wird, weil die Zellen dort zu schnell absterben. Das wurde bei mir durch eine Magen-Darm-Spiegelung überprüft und der Befund war negativ. Also: Allergie, dödöm.

Die komplette Auflistung des Tests sieht dann im Endergebnis so aus:

Allergene

Stufe 1
Aspergillus niger
Birne
Dinkel
Gerste
Gluten
Hafer
Haselnuss
Ingwer
Kamelmilch
Kamut
Karotte
Lauch
Linse
Meerrettich
Orange
Pfirsich
Radieschen
Roggen
Rosenkohl
Rotkohl
Schafsmilch
Steckrübe
Weizen
Ziegenmilch

Stufe 2
Kuhmilch

Stufe 3
Kefir
Rikotta

Die Empfehlung bei positiv getesteten Lebensmitteln der Stufe 1 lautet „mindestens 2 Monate lang meiden“, für Stufe 2 sind es 3 Monate und ab Stufe 3 kommen wir auf eine Empfehlung von 6 Monaten oder länger.

Was heißt das für den Blog?

Keine Sorge, der Blog läuft natürlich weiter, wie gewohnt :)
Ich versorge euch weiterhin mit Rezepten, Tipps und Produkt-Reviews. In den nächsten 3 Monaten (und ggf. auch darüber hinaus) werde ich meine Ernährung konsequent an den neuen „Plan“ anpassen, also werden sich vermehrt weitere glutenfreie Beiträge finden und auch wenn ich nie ein großer „Fan“ davon war, wird definitiv auch das ein oder andere vegane Rezept dabei sein. Mich gruselt es ein bisschen vor dem Verzicht auf Schokolade und Süßigkeiten, weil ich schon eine absolute Zuckerschnute bin. Klar, Zartbitter ist erlaubt, aber ihr wisst ja bestimmt, wie das ist ;) Ansonsten sehe ich es recht positiv, ich bekomme glutenfreie Mehlsorten und Aufbackwaren bei uns im tegut und werde bei den Milchprodukten eben verzichten und auf Soja/Reis/Kokos umsteigen.

Man muss es nehmen, wie es kommt! Wie würde Barney Stinson sagen?
Challenge accepted!

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Written by Laura
liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht. Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.