Heute kommt der nächste Review für euch: vegane Schokoriegel!
Ich habe kürzlich in unserem tegut entdeckt, dass im „Allergikerregal“ neue Produkte zu finden sind und konnte an diesen drei veganen Schokoriegeln einfach nicht vorbeigehen.

veganeRiegel

Die bunten Verpackungen haben mich direkt angesprochen und da vegan in jedem Fall laktosefrei bedeutet, musste ich sofort nachsehen, ob auch kein Gluten verarbeitet wurde.
Siehe da: alle drei Riegel sind frei von beidem! Yay!
Von der Firma „GoMaxGo Foods“ hatte ich bislang noch nie gehört, ein Blick auf die Rückseite der Riegel erklärte, dass es sich um ein importiertes Produkt aus den USA handelt.

Eines vorweg, bevor mir sämtliche Veganer auf die Palme springen:
Wie ihr im Verlauf des Artikels lesen könnt, habe ich gesehen und zur Kenntnis genommen, dass Palmöl in diesen Produkten enthalten ist (unbeabsichtigtes Wortspiel).
Mir ist bekannt, dass die Produktion von Palmöl eine Gefährdung für die Bestände des Regenwaldes darstellt und mir ist ebenfalls bewusst, dass überzeugte Veganer solche Produkte aus ideologischen Gründen nicht kaufen.
Ich bin selbst gegen die Zerstörung der Regenwälder und stelle in Frage, ob die Verarbeitung von Palmöl in unseren Lebensmitteln nötig ist.

Ich habe mir ebenfalls sagen lassen, dass vegane Produkte nicht vegan sind, wenn sie Spuren von tierischen Erzeugnissen enthalten können.
Auch das habe ich zur Kenntnis genommen.
Ich respektiere eure (Lebens-)Einstellung, aber ich bitte euch an dieser Stelle höflich, von aggressiven Kommentaren Abstand zu nehmen.
Diskussion – gerne. Aggressivität – nein danke.

Beginnen wir mit dem „Jokerz Candy Bar“:


JokerzCandybar

Um auf den ersten Blick zu erfassen, was man da in den Einkaufswagen befördert, muss man zumindest Basiskenntnisse im Englischen mitbringen.
Vorne drauf steht „peanuts. caramel & nougat in a rice-milk chocolatey coating“.
Da klang schon sofort nach einem Snickers-Imitat und ich sollte mit meiner Vermutung recht behalten. Man sieht schon anhand des Querschnitts, dass es dem berühmten Riegel aus dem Hause Mars sehr ähnlich sieht.

Die Zutatenliste ist auf der Rückseite auf Deutsch aufgeklebt und liest sich wie folgt:

Zutaten: Maissirup, Erdnüsse, Zucker, Zuckerrohrsaft, Palmkernöl, Kakaopulver, Palmöl, Reispulver (Reissirup, Reisstärke, Reismehl, Carrageen, Sojaprotein (Konzentrat), Dextrose, natürl. Aromen, Malzpulver, Soja Lecithine, Salz, Carrageen, Sojaprotein
Allergikerhinweis: Dieses Produkt wird in einem Betrieb erzeugt, in dem auch Milch, Eier, Weizen und Nüsse verarbeitet werden.

JokerzCandybarInhalt

Der aufmerksame Leser hat bemerkt, dass „Carrageen“ gleich zweimal auf der Zutatenliste aufgeführt wird. Warum? Keine Ahnung.

Wie man erfreulicherweise sehen kann, sind tatsächlich keine Allergene enthalten.
Dass Spuren von Milch und Gluten enthalten sein können ist man von den meisten Produkten leider gewohnt. Mir hat das bislang zum Glück noch nie etwas ausgemacht :)
Anhand der Zutatenliste konnte ich mir zuerst keine Vorstellung machen, wie der Riegel schmecken soll. Süß? Nicht so süß? Cremig? Weich? Fest? Krümelig?
Was mich ein bisschen gewundert hat ist, dass in den Riegeln Palmöl verarbeitet wird, wo doch bereits große Konzerne wie Mars umgestellt haben auf Sonnenblumenöl.
Ich habe mal ein bisschen gegooglet und konnte auf die Schnelle nichts darüber finden, ob der Verzehr von Palmöl für den Menschen gesund, ungesund oder überhaupt ausreichend studiert ist. Die Frage, ob der Einsatz wirklich nötig ist, bleibt offen.

Dass der Jokerz Riegel eine vegane Snickers Kopie ist, lässt sich anhand der Beschreibung schon erahnen und bestätigt sich sofort, wenn man probiert.
Unten eine weiche Nougatschicht, ein paar Erdnüsse und oben eine weiche Karamellsoße – selbstverständlich alles umhüllt mit „Schokolade“.

Fazit:
Mich hat der Geschmack sehr positiv überrascht.
Der Riegel ist schön weich, selbst wenn man ihn im Kühlschrank lagert und schmeckt sehr süß. Das Nougat erinnert sehr an weiches Toffee.
Insgesamt ist das Ganze nicht so süß wie der bekannte Konkurrenzriegel.
Mir fehlt bei den Erdnüssen leider so ein bisschen der letzte Kick. Haltet mich für verrückt, aber ich fände es toll, wenn die Nüsse gesalzen wären, damit es einen schönen Kontrast zum „Süß“ gibt. Außerdem könnten es ein paar mehr sein.

Name: Jokerz Candy Bar
Gewicht: 60 Gramm
Preis: EUR 2,–

Pro: Geschmack und Konsistenz
Contra: Der stolze Preis und das Palmöl

Weiter geht’s mit dem „Twilight Candy Bar“:

TwilightCandybar

Die lilane Verpackung fand ich für einen Schokoriegel irgendwie ungewöhnlich und vor allem der Name „Twilight Candy Bar“ hat mich im Supermarkt schon zum Lachen gebracht.
Natürlich weckt das sofort sämtliche Vampir-Assoziationen in mir und ich konnte mir nicht verkneifen, einen dummen Spruch nach dem anderen zu reißen.
Drauf steht jedenfalls „caramel & chocolatey nougat in a rice-milk chocolatey coating“.
Bis auf die peanuts scheint es also auf den ersten Blick genau das gleiche zu sein, wie der „Jokerz“ Riegel.
Schneidet man den Riegel auf, sieht man, dass er dem „Jokerz Candy Bar“ tatsächlich sehr ähnelt. Die Nougatfüllung sieht etwas dunkler aus und logischerweise findet man keine Erdnüsse.

An was erinnert uns das?
Richtig – an den großen Bruder von Snickers: den Marsriegel.

Die Zutatenliste findet sich ebenfalls auf einem deutschsprachigen Aufkleber auf der Rückseite:

Zutaten: Maissirup, Zucker, Zuckerrohrsaft, Palmkernöl, Palmöl, Kakaopulver, Reispulver (Reissirup, Reisstärke, Reismehl, Carrageen, Sojaprotein (Konzentrat), Dextrose, natürl. Aromen, Soja Lecithine, Salz, Malzpulver, Sojaprotein, Carrageen
Allergikerhinweis: Dieses Produkt wird in einem Betrieb erzeugt, in dem auch Milch, Eier, Weizen und Nüsse verarbeitet werden.

TwilightCandybarInhalt

Auch hier wird „Carrageen“ wieder doppelt auf der Liste aufgeführt, genauso wie die Zutat „Sojaprotein“. Vielleicht fehlt nur irgendwo eine schließende Klammer oder es handelt sich schlicht um eine Ungenauigkeit des Herstellers/der Importfirma.

Fazit:
Der Geschmack vom „Twilight Candy Bar“ hat mich absolut überzeugt.
Auch dieser Riegel bleibt angenehm weich, trotz seines Aufenthalts im Kühlschrank und er schmeckt sehr süß. Ich liebe süß und für mich kann es meistens gar nicht süß genug sein.
Diese Alternative kommt an den Geschmack vom Mars Riegel ziemlich gut heran, sogar das Karamell zieht diese tollen Fäden, yummy!

Name: Twilight Candy Bar
Gewicht: 60 Gramm
Preis: EUR 2,–

Pro: Geschmack und Konsistenz
Contra: Der stolze Preis und das Palmöl

Und nun zum letzten Riegel in der Runde: dem „Mahalo Candy Bar“

MahaloCandybar

Von der äußerlichen Aufmachung her fand ich den Mahalo Riegel am ansprechendsten von allen dreien. Das frische türkis, diese pinken Blüten und die Schrift – alle Synapsen im Gehirn schalten auf die Assoziation „Urlaub in der Südsee“.
Die Beschriftung lässt auch schon erahnen, dass der Geschmack des Riegels genau dorthin entführen soll: „coconut & almonds in a rice-milk chocolatey coating“.
Der erste Querschnitt des Schokoriegels zeigt ganz eindeutig, dass wir es hier mit einer geballten Ladung Cocos zu tun haben.
Die Mandeln sind im Ganzen oben auf die Cocosmasse gesetzt und von dem „Schokoladenüberzug“ mit umhüllt.

Die Zutatenliste auch hier mit deutschem Aufkleber auf der Rückseite:

Zutaten: Kokosnuss, Zuckerrohrsaft, Reissirup, Palmkernöl, Agavendicksaft, Zucker, Mandeln, Kakaopulver, Reispulver (Reissirup, Reisstärke, Reismehl, Carrageen), Palmöl, natürl. Aromen, Soja Lecithine, Sofaprotein, Salz
Allergikerhinweis: Dieses Produkt wird in einem Betrieb erzeugt, in dem auch Milch, Eier, Weizen und Nüsse verarbeitet werden.

MahaloCandybarInhalt

Fazit:
Den „Mahalo Candy Bar“ fand ich von allen dreien am wenigsten ansprechend.
Die Kokosmasse ist zwar recht süß, aber auch sehr massiv. Die Mandeln obendrauf kommen überhaupt nicht zur Geltung, weil der dominante Kokosgeschmack alles übertüncht.
Leider habe ich vor dem Verzehr auch nicht richtig aufgepasst:
Es ist Agavendicksaft als Süßungsmittel enthalten, worauf ich allergisch reagiere.
Aber gut, das war meine eigene Unachtsamkeit.

Name: Mahalo Candy Bar
Gewicht: 57 Gramm
Preis: EUR 2,–

Pro: Geschmack und Konsistenz
Contra: Der stolze Preis und das Palmöl (und in meinem Fall der Agavendicksaft)

Also!
Alles in allem fand ich den Twilight Candy Bar ein echtes Highlight :)
Wenn man sich etwas veganes in dieser Richtung gönnen mag und mit dem Preis leben kann, dann hat man eine schöne Alternative, die laktosefrei und glutenfrei ist.

Liebste Grüße
Eure
Signatur

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Written by Laura

liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht.

Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.