Bevor ich gleich mit der REWE Salatbar loslege, habe ich noch einen anderen Punkt. Einen Positiven!

Vor ein paar Tagen war ich nicht in meinem Haus und Hof-Supermarkt einkaufen, sondern in einer REWE-Filiale.
Bislang dachte ich, dass jede große Supermarktkette Wert darauf legt, die Märkte überall gleich zu strukturieren und weitgehend das gleiche Sortiment anzubieten.

Dass sich das nicht durch das komplette Sortiment ziehen kann, ergibt allerdings Sinn: Die Einkaufsgewohnheiten von Menschen in Norddeutschland sind anders, als die von Verbrauchern in Süddeutschland. In unserem Markt habe ich eine Aktion entdeckt, bei der mit regionalen Lieferanten gearbeitet wird.

REWE regionale Produkte
Foto: Laura Meyer

Das scheint neu zu sein, aber ich finde die Idee richtig gut! Schließlich hat nicht jeder die Möglichkeit beim Bauern nebenan einzukaufen.
Ich habe ehrlich gesagt nicht alle Waren unter die Lupe genommen, aber vom Grundgedanken her ist das Konzept toll.

Gleich springen vermutlich die ersten von euch im Sechseck und brüllen, dass das nichts weiter als gutes Marketing ist, aber ich bleibe dabei: Das Konzept, dass auch große Supermärkte regionale Waren anbieten ist sinnvoll und positiv zu bewerten.
Dass sie sich damit auch ein positiveres Image verschaffen – geschenkt.

Das Bild ist nur beispielhaft für einen Lieferanten, der an dem regionalen Konzept teilnimmt. Geschätzt waren es insgesamt um die 20 Hersteller aus der Region, die die Kühltruhen mit ihren Produkten bestückt haben.

Was ich viel irritierender finde, ist die REWE Salatbar.

REWE Salatbar

REWE Salatbar
Foto: Laura Meyer (2011)

Eine offene Salattheke? Ernsthaft?
Ich habe mich wirklich gefragt, ob ich bislang immer blind daran vorbeigerannt bin, weil ich nicht zur Zielgruppe gehöre, aber in dem Supermarkt, in dem ich sonst einkaufen gehe, gibt es so ein Teil tatsächlich nicht.

Ist so ein offenes Selbstbedienungsmonstrum überhaupt zugelassen? So rein hygienetechnisch?
Also, nicht dass wir uns missverstehen: Es muss ja wohl Genehmigungen dafür geben, sonst würden diese Seuchenschleudern ja nicht in den Märkten stehen.
Ich finde Buffets in Restaurants oder Hotels teilweise schon grenzwertig, wenn jeder Gast in den Schalen herumstochert und draufhusten kann, aber im Supermarkt? Wo noch viel mehr Leute als in jedem Hotel an dem Essen vorbeirauschen?
Zumal die Glasabdeckung die Salate nicht wirklich vor der Außenwelt schützt. Direkt im Eingangsbereich platziert, rennt da wirklich jeder dran vorbei und kann mal eben in die Behälter… ihr wisst schon.

Vielleicht bin ich zu empfindlich und ich muss zugeben, dass die Sachen lecker und frisch ausgesehen haben (wobei frische Rohkost in den Zeiten von EHEC ja nicht so hoch im Kurs steht).
Trotzdem würde ich einfach nichts von so einer offenen Salatbar kaufen.

Update – 2016

Seit ich diesen Artikel 2011 geschrieben habe, hat sich vieles verändert: Zum Positiven!

Die Salatbar gibt es im REWE-Markt zwar immer noch, aber inzwischen hat sich das Design stark verändert. Die einzelnen Salate sind nicht mehr jedem Hustenfall von einkaufenden Menschen ausgesetzt, sondern haben einen eigenen Deckel bekommen.
So richtig prickelnd finde ich das hygienisch zwar immer noch nicht, aber es ist im Vergleich zur ersten Salatbar, die ich oben beschrieben habe, eine deutliche Verbesserung.

 

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Written by Laura
liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht. Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.