Seit meinem letzten Post über Arsen und Mineralöl im Reis wurde ich ganz oft gefragt:
Wie kommt überhaupt Mineralöl in den Reis? Ganz zu schweigen von Arsen?

Erst einmal zum Thema Mineralöl.
Rückstände von Mineralöl haben eigentlich in unseren Lebensmitteln nichts verloren. Wie kommt es also in den Reis?
Die erste Vermutung liegt nahe, dass es vielleicht über den Boden von der Reispflanze aufgenommen wird. Wäre irgendwie nachvollziehbar, der Umweg über den die Mineralölrückstände in den Reis gelangen sind allerdings viel perfider.

Die Plörre Rückstände finden ihren Weg ins Produkt über die Verpackung.
Klingt komisch, trifft aber tatsächlich auf Reissorten zu, die in Karton verpackt werden.
Und zwar hängt das Ganze mit den Druckerfarben zusammen, die für die Umverpackung verwendet werden. Die meisten Farben werden wohl auf einer Mineralöl-Basis hergestellt. Da diese Stoffe leider nicht ausschließlich dort bleiben wo sie hingehören (nämlich auf die Verpackung), dringen Rückstände in den Reis ein.
Ja, auch durch die kleinen perforierten Plastikbeutel.

Nicht betroffen sind Reissorten, die in Plastiktüten verpackt sind. Ich meine jetzt nicht die perforierten Plastikbeutel zum Kochen, sondern Verpackungen wie beim Hersteller Oryza. Dort ist der Reis „lose“ in einer Plastiktüte abgepackt, ganz ohne Karton.


Einige Unternehmen haben Besserung gelobt und wollen in Zukunft nur noch Farben einsetzen, die nicht auf Mineralöl-Basis hergestellt werden. Kaum zu glauben, sowas gibt es nämlich. Warum die Unternehmen trotzdem anderes Zeug verwenden bleibt wohl erstmal deren Geheimnis.

Zum Thema Arsen:
DAS gelangt tatsächlich über den Boden und das Grundwasser in den Reis.
Eine zusätzliche Rolle spielt auch noch leckeres arsenhaltiges Schädlingsbekämpfungsmittel, allerdings gibt es noch keine offiziellen Richtlinien der EU, wieviel Arsen auf ein Kilogramm Reis als Grenzwert anzusehen ist.
In China gilt als Grenzwert für anorganisches Arsen im Reis von 150 Mikrogramm pro Kilogramm.

Die Reispflanze nimmt Arsen aus ihrer Umwelt auf und reichert es in ihren Körnern an.
Arsenbelastete Böden und belastetes Grundwasser sind vor allem in Asien ein Thema, europäische Reissorten (und auch Reis aus Indien und Ägypten) weisen wesentlich geringere Belastungen auf.

Als Fazit bleibt einem eigentlich nur, dass all diese Schadstoffe in unserem Essen nichts zu suchen haben, man aber nicht völlig drumherum kommt.
In meinem letzten Post habe ich bereits erwähnt, dass der Reis von Uncle Bens wohl die beste Variante ist.

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Written by Laura
liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht. Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.