Für die unter euch, die sich dafür interessieren was in den lustigen, bunten Verpackungen unseres Essen wirklich drin ist, habe ich einen schönen Buchtipp:

„Die Essensfälscher“ von Thilo Bode



Viel zu oft wird man als Verbraucher von der Lebensmittelindustrie an der Nase herumgeführt und merkt es nicht einmal.

Viele von uns kaufen regelmäßig Produkte im Supermarkt oder gar im Reformhaus auf denen „Bio“ draufsteht. Im besten Fall zeigt das Etikett noch ein Bio-Siegel und schon ist man sich sicher: das muss etwas Gutes sein.
Mal ganz davon abgesehen, dass bei den horrenden Preisen jeder davon ausgeht, dass man Qualität einkauft. Warum sollte das Produkt sonst so teuer sein gegenüber seinen Konkurrenten, die kein Bio-Siegel auf der Verpackung tragen?

Doch ist wirklich überall „Bio“ drin, wo „Bio“ draufsteht?
Die Fragestellung impliziert bereits die traurige Antwort: Nein, natürlich nicht.

Wer hätte gedacht, dass man als Hersteller ganz offiziell eine extrem zuckerhaltige Limonade mit einem Bio-Siegel versehen darf, nur weil der Zucker aus biologischem Anbau stammt? Das macht das Produkt weder hochwertiger noch gesünder – der Geschmack der Limo kommt von nämlich von künstlichen Aromen, anstatt von „guten“ Zutaten.

Die Bio-Siegel an sich sind schon eine Irreführung an sich. Es gibt bislang noch kein „offizielles“ Gütesiegel – im Gegenteil. Es existieren viele unterschiedlich aussehende Bio-Siegel, aber warum?
Die Antwort ist relativ einfach: Weil sie von Marketingexperten kreiiert werden.
Ein Bio-Siegel ist also momentan nicht gleichzusetzen mit einer Art TÜV-Stempel für ein Produkt, auch wenn es den Anschein macht.

Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Es geht nicht darum, sich vor dem Essen zu ekeln, das wir essen.
Worum es allerdings geht ist, dass uns unter anderem die Lebensmittelindustrie manipuliert und uns Produkte anbietet, die in Wirklichkeit außen hui und innen pfui sind.

Welche dieser Leckereien man essen möchte, soll und muss jeder für sich entscheiden.
Aber es wäre immerhin ganz nett, wenn man seine Entscheidung auf einer realen Grundlage treffen kann.

Link zu Amazon „Die Essensfälscher – Thilo Bode“

Kurzbeschreibung
„Bio“, „Wellness“, „Tradition“: Wie uns die Lebensmittelindustrie nach Strich und Faden belügt und was wir dagegen tun können
Noch nie waren Lebensmittel so gut wie heute? Von wegen! Thilo Bode, Gründer der Verbraucherorganisation foodwatch, seziert die ausgebufften Strategien der Lebensmittelkonzerne. Fitness -Produkte? Machen nicht fit, sondern fett. – Der traditionell und regional hergestellte Schwarzwälder Schinken? Stammt tatsächlich aus Massentierhaltung und kommt aus ganz Europa. – Gesunde Kinderprodukte? Versteckte Zuckerbomben. – Bio-Apfelgetränke? Haben noch nie einen Apfel gesehen
Diese haarsträubenden Täuschungsmanöver haben System. Die Nahrungsmittelkonzerne sind an die Grenzen ihrer Wachstumsmöglichkeiten gestoßen. Also drehen sie uns mit milliardenschweren Werbe-Etats nur vermeintlich neue und bessere Produkte an. Diese gaukeln jedoch Qualität lediglich vor und gefährden zudem oft genug unsere Gesundheit. Bode nimmt Artikel ins Visier, die wir alle kennen und er nennt Ross und Reiter. Somit dient dieses Buch auch als Anleitung, die unlauteren Praktiken der Nahrungsmittelkonzerne zu boykottieren.

Anzeige
Written by Laura
liebt es in der Küche herumzuwurschteln, ganz besonders wenn es ums Backen geht. Glutenfrei seit Januar 2014, laktose- und weizenfrei seit September 2010.